«Drones as a Service» von Swisscom Broadcast
Die Vorteile von Drohnen im Blaulicht-Einsatz nutzen – als Dienstleistung
Drohnen bieten im Einsatz enorme Chancen und Vorteile. Allerdings stellt ihr Betrieb in Eigenregie insbesondere kleinere Blaulichtorganisationen vor personelle
und finanzielle Herausforderungen. Eine Lösung für das Dilemma liefern die Drohnendienstleistungen von Swisscom Broadcast.
Es ist unbestreitbar: Drohnen sind ein wertvolles Einsatzmittel für Blaulichtorganisationen. Entsprechend gross ist der Wunsch vieler Blaulichtinstitutionen, Drohnen einzusetzen. Doch dem stehen personelle, finanzielle und regulatorische Herausforderungen im Weg – zumindest bei kleineren Organisationen. Einen Ausweg bieten die als Dienstleistung buchbaren Drohnenservices von Swisscom Broadcast, die aktuell ein flächendeckendes Drohnennetzwerk in der Schweiz aufbaut. Ein Überblick über die generellen Möglichkeiten von Drohnen – und das spezifische Angebot von Swisscom Broadcast.
Drohnen leisten Blaulichtkräften wertvolle Dienste – nicht nur bei der Lagebilderstellung (im Bild ein Brand im Industriegebiet Laufen im Juli 2020).© Polizei BL
Einsatzszenarien für Drohnen in BORS-Diensten
1. Lagebilderfassung
Mit Drohnen können Brandherde, Unfallorte (z. B. auf mehrspurigen Autobahnen), Gewässer und ganz generell grosse Flächen überblickt werden. Beispielsweise Menschenansammlungen bei Demonstrationen, Grossanlässen oder im Bereich belebter Orte wie Bahnhöfen, Stadien oder Parks. In jedem Szenario erreichen Drohnen ihr Ziel zuverlässig und schnell – selbst dann, wenn sich der Verkehr staut oder Menschenmassen die Wege verstopfen.
So helfen Drohnen den Einsatzkräften, sich schnell ein umfassendes Bild der Lage zu machen. Das ist eminent für die zielgerichtete Einsatzplanung und die optimale Koordination von Personal und Mitteln. Zudem schützt, wer aus der Ferne aufklären kann, sich selbst und seine Einsatzkräfte vor Gefahren. Und wer Rettungsmittel direkt über einer ansonsten nur schwer oder mit viel Aufwand erreichbaren Gefahrenzone abwerfen kann – etwa eine Rettungsboje neben einem gekenterten Boot –, gewinnt wertvolle Zeit, die Leben retten kann.
2. Aufklärung
Drohnen liefern aber nicht nur Übersichtsbilder. Sie können, ausgerüstet mit entsprechenden Zoom-Objektiven, auch aufdecken, was sonst verborgen bliebe. Denn sie machen unzugängliche Orte oder solche, denen sich Einsatzkräfte nicht nähern können, ohne sofort bemerkt zu werden, einsehbar – aus sicherer Distanz, unbemerkt, bei Tag und in der Nacht. So können beispielsweise Treffen verdächtiger Personen, suspekte Vorgänge in Industrie- und Wohngebieten oder auch Fahrzeug- und Personenbewegungen in Grenznähe aufgeklärt und dokumentiert werden.
3. Monitoring, Analyse und Vermessung
Auch bei Prävention und Bevölkerungsschutz leisten Drohnen wertvolle Dienste. Bestückt mit entsprechenden Kameras, Sensoren oder Detektoren, ermöglichen sie es, nur schwer oder gar nicht zugängliche, unübersichtliche, hochgefährliche sowie steten Veränderungen unterworfene Gebiete und Umgebungen zu inspizieren, zu überwachen, zu vermessen und zu analysieren. Beispiele sind lawinengefährdete Berghänge, in Bewegung befindliche respektive absturzgefährdete Gebiete (z. B. Hangrutschungen), Überschwemmungszonen sowie kritische Infrastrukturen.
4. Such- und Rettungseinsätze
Werden Menschen vermisst, können Drohnen das potenzielle Aufenthaltsgebiet schneller und effektiver absuchen als jeder Mensch oder Suchhund. Aus der Luft, einem vordefinierten Suchraster folgend, mit Sensoren und Kameras (RGB oder IR), die den menschlichen Sinnen überlegen sind. So gelingen Sucheinsätze auch dort, wo Retter sich selbst in höchste Gefahr bringen würden.
5. Transport- und Evakuierungsflüge
Je nach Grösse und Antriebsart (Elektro- oder Verbrennungsmotor) können heutige Drohnen Lasten von mehreren zig Kilogramm über weite Strecken transportieren. Kliniken nutzen sie zum Transport eiliger Medikamente oder dringlicher Laborproben, Militär- und Sicherheitsorganisationen setzen sie für die Versorgung vorgelagerter Einsatzkräfte und sogar für die Bergung Verletzter ein – zu Lande und zu Wasser. So wurden Anfang Juni 2026 zwei US-Soldaten, deren Hubschrauber im Bereich der Strasse von Hormus mit einer iranischen Drohne kollidiert war, mithilfe einer Seedrohne evakuiert.
Der Einsatz von Drohnen in Eigenregie bedeutet einen nicht zu unterschätzenden Aufwand – auch hinsichtlich Ausbildung und Zertifizierung der Drohnenpiloten.© shutterstock.com
Hohe finanzielle und personelle Anforderungen für eigene Drohneneinsätze
Natürlich nutzen Schweizer Blaulichtkräfte Drohnen bislang für weitaus weniger spektakuläre Dienste. Dennoch ist ihr Einsatz kein Kinderspiel – und an zahlreiche Gesetze, Verordnungen und Regularien sowie Registrierungspflichten geknüpft. Ohne ins Detail zu gehen (was diesen Artikel sprengen würde), gilt: Wer Drohnen eigenständig einsetzen will, muss viel administrativen Aufwand betreiben und benötigt, neben der Drohne selbst, auch zertifizierte Drohnenpiloten. Diese auszubilden, kostet Zeit und Geld – und sollen sie 24/7 verfügbar sein, ist eine schichtdiensttaugliche Gruppengrösse unerlässlich. Hinzu kommt, dass sich die Technologien rasant entwickeln. Wer stets up to date sein will, muss daher regelmässig höhere Summen in neue Hard- und Software sowie die Weiterbildung der Anwender und Piloten investieren.
Zudem ändern sich die rechtlichen Leitplanken und Anforderungen immer wieder, teils abhängig vom jeweiligen Einsatzszenario. Grösse, Gewicht, Geschwindigkeit und Ausstattung der Drohne, deren Einsatzzeiten (Tag, Nacht oder beides), ihre Steuerung (ständige Sichtverbindung des Piloten zur Drohne oder nicht) und die Einsatzorte (freies Land, Ballungsgebiet, Überfliegen von Personengruppen etc.) haben entscheidenden Einfluss darauf, welche Art von Drohne mit welcher Ausstattung (z. B. Fallschirm) unter welchen Voraussetzungen mit welcher Ausbildungs- respektive Zertifizierungsstufe des Piloten geflogen werden darf. Und startet, fliegt und landet eine Drohne ferngesteuert (ohne Sichtkontakt) oder gar völlig autonom, gelten nochmals ganz eigene Regeln.
Heisst im Klartext: Institutionen, die Drohnen in Eigenregie betreiben wollen, haben nicht nur im Vorfeld, sondern auch während des Betriebs viel zu berücksichtigen und zu leisten. Keine guten Voraussetzungen für Wunscherfüllungen in Zeiten klammer Kassen und knapper Personalbestände.
«Drones as a Service» (DaaS) von Swisscom Broadcast
Einen Ausweg aus dem Dilemma zwischen Bedürfnissen und Möglichkeiten bietet das Outsourcing. Wobei es im Blaulichtbereich eminent ist, auf einen verlässlichen inländischen Partner zu vertrauen. Swisscom Broadcast (SBC) bietet sich dafür an – mit «Drones as a Service» (DaaS), DroneDefence und einem zukünftig nahezu flächendeckenden Drohnennetzwerk.
Dazu errichtet das Unternehmen ein Netz von Drohnenstandorten im gesamten Land. Aktuell fokussiert auf die Ballungszentren, soll es im Endausbau 300 automatisierte «Drone in a Box»-Einheiten (siehe Box) umfassen. Institutionen können darauf basierend im 24/7-Rhythmus einen Drohnenflug «so einfach ordern wie eine Mitfahrgelegenheit», verspricht Philipp Eder, Head of Drones & Robots bei Swisscom Broadcast. Er versichert: «Dank Datenhaltung in der Schweiz und einer besonders sicheren Netzwerkinfrastruktur sind Echtzeit-Übertragungen und höchste Sicherheitsstandards garantiert.»
Eingesetzt werden die Drohnen von SBC derzeit für drei Szenarien: BORS-Einsätze (z. B. Brandorte, Grossanlässe etc.), Inspektionsflüge (Lawinen, Murgänge, Hangrutschungen, Bergbahnen, Staumauern etc.) sowie Arealüberwachungen (Stadien, Wohn- und Industriequartiere, Infrastrukturen, Institutionsgelände). Wird ein Flug gebucht, werden zunächst die Flugrouten und der Einsatzumfang festgelegt. Dann startet via Operation Control Center (OCC) ein entsprechend zertifizierter Drohnenpilot die Drohne – und die von dieser erfassten Bildern respektive Sensordaten werden in Echtzeit auf das Dashboard des Auftraggebers gestreamt. Eine Nachbearbeitung der Aufnahmen und ein Missionsprotokoll sowie datenbasierte Statistiken für die Optimierung der Prozess- und Ressourcenplanung runden das Paket ab. Zudem können optional spezifische Anforderungen, Anpassungen oder Erweiterungen der Flugrouten und Einsatzpläne berücksichtigt werden. Ergänzend bietet Swisscom Broadcast überdies Beratung und Planung für die Implementierung eigener Drohnensysteme an, leistet Support bei regulatorischen Anforderungen und Bewilligungen sowie erweiterte Datenhosting- und Verarbeitungsservices.
Swisscom Broadcast bietet Dienste für Drohnenabwehr und Drohneneinsätze an. Letztere mit einem landesweiten Netzwerk auf Basis einer «Drone in a box»-Lösung von Nokia (im Bild).© Swisscom Broadcast
Drohnenabwehr-Dienste von Swisscom Broadcast
Neben Drohnenflügen können auch die Detektion und Abwehr von Drohnen bei SBC in Auftrag gegeben werden. «Swisscom DroneDefence» ist ein modulares System, basierend auf Funksensoren (Erkennen und Lokalisieren von Drohnen und ihren Piloten), Radar und Kameras (visuelle Verifizierung, präzisere Bewertung der Situation). Kunden definieren ihren gewünschten Schutzumfang (reine Detektion bis aktive Abwehr) und SBC sorgt dann mit DroneDefence dafür, dass Drohnen erkannt und identifiziert werden, alarmiert den Kunden, ortet die Drohne sowie deren Pilot, analysiert alle erfassten Drohnendaten und sichert entsprechende Beweise. Eine aktive Abwehr (Jamming, Cyber-Takeover, KI-gestützte Abwehrprozesse) ist ebenfalls möglich, bedingt aber eine behördliche Genehmigung.
Wie alle Drohnenservices von SBC kann auch das Drohnenabwehrsystem temporär (z. B. für Konzerte, Sportanlässe, Messen) oder dauerhaft gebucht werden. Der Schutzumfang reicht vom einzelnen Gebäude (z. B. Justizvollzugsanstalten) über Firmenareale bis zu ganzen Stadtgebieten.
Wer Interesse an einer Beratung oder Demonstration von DaaS-Dienstleistungen oder DroneDefence hat, wendet sich an Swisscom Broadcast in Bern. Die Ansprechpartner der einzelnen Bereiche sowie weitere Infos zum Drohnennetzwerk, den DaaS-Diensten und Swisscom DroneDefence finden Sie auf www.swisscom.ch/de/business/broadcast unter dem Reiter «Unsere Lösungen».