Perimeterschutz von B-Tec Solutions
Perimeterschutz: Mehr als Zäune und Tore
Der Schutz des Perimeters ist eine zentrale Sicherheitsmassnahme für schutzbedürftige Standorte. Andreas Bürgi, Gründer und Inhaber der B-Tec Solutions GmbH, erklärt, welche Mittel und Methoden es hierfür heute gibt.
Die Bedrohungslage hat sich in den vergangenen Jahren nachhaltig verändert. Entsprechend steigen – auch hierzulande – die Sicherheitsanforderungen. Wo früher simple Zäune, einfache Tore und klapprige Schranken ausreichten, sind heute ganzheitliche, risikobasierte Schutzkonzepte gefragt. Das gilt für Militäranlagen, kritische Infrastrukturen oder Stützpunkte von Blaulichtkräften ebenso wie für sensible Areale und Einrichtungen von Städten und Gemeinden.
@ zVg
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Seit 2018 auf Perimeterschutz spezialisiert
Andreas Bürgi begleitet diese Entwicklung seit fast 20 Jahren. Anfangs als Mitarbeiter von Unternehmen, die entsprechende Lösungen installierten und warteten. Seit 2018 mit der von ihm gegründeten, auf Gesamtlösungen für den Perimeterschutz spezialisierten B-Tec Solutions GmbH.
Zu deren Kunden zählen Gemeinden und Städte (etwa Baden, Wädenswil und Luzern), Unternehmen und Privatpersonen sowie – mit wachsender Zahl – auch Organisationen aus dem Blaulicht- und Militärbereich, beispielsweise das Obergericht Zürich. «Zahlreiche Zielgruppen sind heute gefordert, ihre Areale sowie kritische Bereiche wie Fussgängerzonen, Flaniermeilen, aber auch Besucherbereiche, Zufahrten und Gebäudezugänge wirkungsvoll zu schützen. Gegen unbefugtes Betreten und Befahren ebenso wie gegen Vandalismus sowie – immer wichtiger – Angriffe mit Fahrzeugen, also Überfahrtaten», erklärt Andreas Bürgi.
So vielseitig die Risiken sind, so umfangreich ist das Portfolio an technologischen Lösungen für den Perimeterschutz. Zentrale Rollen kommen dabei Pollern, Schranken, Toren, Personen-Vereinzelungs- und -Abwehr-Systemen, Fahrzeugsperren sowie smarten Zutritts- und Zufahrtsmanagement-Lösungen zu. «Insbesondere müssen diese so ausgestaltet werden, dass die Einsatzkräfte der Blaulichtorganisationen jederzeit <freie Bahn> haben», weiss Andreas Bürgi.
Mit Vertikal-Barrieren können Bereiche, in denen seitlich öffnende Tore keinen Platz finden, geschützt werden.@ zVg
Guter Perimeterschutz bedingt mehr als nur Technologie
Nicht zuletzt aus diesem Grund müssen alle Massnahmen im Bereich Perimeterschutz in ein durchdachtes organisatorisches und taktisches Sicherheitskonzept eingebunden werden.
«Wirkungs- und sinnvoller Perimeterschutz beginnt entsprechend mit einer umfassenden, detaillierten Analyse der Risiken. Individuelle Gefährdungspotenziale, sensible Bereiche und kritische Annäherungsbereiche müssen eruiert werden. Zudem ist zu klären, wer freie Zu- oder Durchfahrt haben muss – zu welchen Zeiten, wie häufig, dauerhaft oder temporär. Erst wenn diese Eckdaten definiert sind, können die nötigen Schutzmassnahmen definiert, die Komponenten ausgewählt und installiert werden», erläutert Andreas Bürgi.
Bei der Auswahl der Komponenten ist, so Bürgi, insbesondere eminent, dass diese zertifiziert, im Einsatz bewährt und in Gesamtsysteme integrierbar sind. «Wir setzen auf Produkte und Systemlösungen internationaler Marktführer», sagt er. Beispiele sind hydraulische und elektromechanische Hubpoller der italienischen Marke «Pilomat», die auch die Flaniermeile «La Rambla» in Barcelona schützen, auf der ein Amokfahrer 2017 mit einem Lieferwagen 14 Menschen tötete. «Diese Poller haben sich weltweit bewährt und decken ein breites Portfolio ab – bis hin zu gemäss <PAS 68> und <IWA 14> zertifizierten High-Security-Pollern, die selbst Überfahrattacken mit schweren Lkw standhalten», erläutert Bürgi. Schrankensysteme bezieht er von der <Magnetic Autocontrol GmbH> aus Deutschland, Personen-Vereinzelungssysteme wie Drehkreuze oder Durchgangssperren von <Tiso Global>, einem in Kiew ansässigen Unternehmen.
«Die Produkte dieser Marken haben sich in unseren bereits realisierten Projekten bestens bewährt – und können in bestehende Zutritts- oder Gebäudeleitsysteme eingebunden werden. So gelangen wir zu effizienten Gesamtlösungen, für die wir, dank der Langlebigkeit der Komponenten, auch mehrjährige Wartungskonzepte anbieten können», sagt Andreas Bürgi.
Mobile Road Blocker sind flexibel einsetzbar und können, abhängig vom verwendeten Typ, sogar Lieferwagen und Lkw stoppen.@ zVg
Drei Zielgruppen stehen im Fokus
Auf die Frage, welche Zielgruppen sein Unternehmen anspricht, sagt er: «Gruppe A sind Privatpersonen und Eigentümer. Für diese stehen vier Dinge im Zentrum: Schutz vor unbefugtem Befahren, Einbruchschutz, einfache Bedienbarkeit sowie harmonische Optik. Passende Komponenten sind automatische Zufahrtspoller, Design-Schranken und -Tore sowie smarte Zutrittssteuerungen.»
Für Gruppe B – Unternehmen, Industriebetriebe, Betreiber kritischer Infrastrukturen sowie Blaulichtkräfte und Militäranwender – sei effektiver Schutz vor Anschlägen und Vandalismus eminent, flankiert von einer gezielten Steuerung und Dokumentation von Zutritten, Zufahrten, Personen- und Güterströmen: «Poller, Schnelllauf-Schranken, Sicherheitstore, Drehkreuze, Personen- sowie Fahrzeugsperren werden mit Badge-, Kamera- und App-Systemen samt Nummernschild- und Insassen-Erkennung ergänzt, wodurch wir gesamtheitlich wirksame Systeme für ein umfassendes Zutritts- und Zufahrtsmanagementsystemen realisieren.»
Zwei wesentliche Aspekte prägen die Anforderungen von Zielgruppe C, den Städten und Gemeinden. «Einerseits müssen häufig frequentierte Plätze und Orte dauerhaft geschützt werden, mithilfe ortsfester Elemente. Dazu gehören unter anderem zertifizierte Terror-Abwehr-Pollersysteme, die optisch ins Ortsbild integriert werden – etwa mithilfe von farbigen Oberflächen oder auch Granitverkleidungen», sagt Andreas Bürgi.
Ein zweiter Aspekt sind Lösungen zum zeitweisen Schutz von Märkten, Festen und anderen Veranstaltungen. Hierfür setzt Andreas Bürgi auf mobile Systeme, beispielsweise des israelischen Unternehmens Mifram. Desen Schutzlösungen gegen Überfahrattacken mit Pkw oder Lkw sind skalierbar, leicht zu handhaben, flexibel nutzbar und platzsparend lagerfähig. Zudem sind sie auf diversen Untergründen – von Asphalt über Schotter bis Grünfläche – anwendbar.
Je nach Schutzniveau sind mobile wie dauerhafte Systeme mehr oder weniger auffällig. Doch Andreas Bürgi ist überzeugt: Gerade im öffentlichen Raum sollte Perimeterschutz zwar nicht allzu offensichtlich zur Schau gestellt werden, aber auch nicht zur Gänze unkenntlich gemacht werden. «Eine dezente Sichtbarkeit, die optisch signalisiert <Dieser Perimeter ist geschützt!> ist durchaus erwünscht», sagt er. «Potenzielle Täter werden abgeschreckt und man vermittelt den Menschen ein Gefühl von Sicherheit – ohne jedoch Ängste oder Unwohlsein zu provozieren.»
Mehr Informationen finden Interessierte auf: www.btec-solutions.ch