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Šimon Hrubec, Torhüter der ZSC Lions

Ein Stutz für jeden abgewehrten Puck

Šimon Hrubec ist Torhüter der ZSC Lions, hat diverse Meistertitel erobert und beweist Herz: Mit der von ihm gegründeten Stiftung «Saves Help» unterstützt er Hilfsprojekte.
Den Grund für dieses Engagement gaben ihm die Blaulichtkräfte, wie er verrät.

Šimon Hrubec ist ein privilegierter Mensch. Er ist glücklich verheiratet, hat zwei reizende Kinder, konnte seine Leidenschaft Eishockey zum Beruf machen und ist damit sehr ­erfolgreich. Er nahm bislang an drei Weltmeisterschaften teil, stand bei den Olympischen Winterspielen 2022 auf dem Eis, feierte Meistertitel in Tschechien und Russland, wurde mit den ZSC Lions zweimal in Folge Schweizer Meister und gewann 2024/25 auch die Champions League.

Šimon Hrubec, Goalie der ZSC Lions, hat «Saves Help» gegründet – und spendet selbst einen Franken pro Parade für den guten Zweck.Šimon Hrubec, Goalie der ZSC Lions, hat «Saves Help» gegründet – und spendet selbst einen Franken pro Parade für den guten Zweck.© zVg

Vom oft kränkelnden Kind zum Eishockey-Spitzentorhüter

Was viele aber nicht wissen: Hrubecs Eishockey-Karriere drohte bereits zu scheitern, noch ehe sie überhaupt beginnen konnte. «Ich war als Kind oft krank, wurde immer wieder mit Antibiotika behandelt», verriet der Star-Goalie im Zwiegespräch mit Moderator und Buchautor Thomas Renggli auf der Generalversammlung der Bergetechnischen Vereinigung BTV Anfang November 2025. Zu dieser hatte ihn BTV-Präsident Fabian Knecht, Inhaber der Autohilfe Zürich und Official Partner der ZSC Lions, eingeladen – damit Hrubec den Gästen eine Herzensangelegenheit vorstellen konnte.

«Als ich wieder einmal erkrankte, sagten die Ärzte, ich ­müsse aufhören, Eishockey zu spielen. Das traf mich hart», erzählt Hrubec weiter. Die einzige Position, die er noch einnehmen könnte, so der Rat der Ärzte, sei die des Torhüters. Weil er sich auf dieser weniger bewegen müsse und die Maske seine Atemwege zumindest ein wenig vor der kalten Luft schützen würde. «So wurde ich Torhüter – und in dieser Position ging es mir gesundheitlich tatsächlich besser.»

«Lange Jahre handelte ich egoistisch. Dann gingen mir die Augen auf!»

Heute, als erfolgreicher Sportler, denkt Šimon Hrubec noch immer an seine Kindheit zurück. «Ich weiss, wie es ist, wenn einem das Leben Knüppel zwischen die Beine wirft und Geld ein knappes Gut ist», sagt er. «Dennoch war ich viele Jahre lang – das wurde mir im Rückblick immer klarer – egoistisch. Alles, was ich getan und erreicht habe, war in erster Linie für mich. Andere Menschen aber, insbesondere Feuerwehrleute, Polizisten, Rettungskräfte, Ärzte und Pflegekräfte, leisten in ihrem Beruf zuallererst etwas für andere ­Menschen. Je bewusster mir dies wurde, umso stärker ­wurde mein Wunsch, selbst auch etwas zugunsten anderer Menschen zu tun.» 2019, nach Diskussionen mit seiner ­Familie und anderen Torhütern, gründete Hrubec daher die Stiftung «Saves Help», die unterprivilegierte Familien, insbesondere kranke Kinder, unterstützt.

Ein Franken pro Torhüterparade für karitative Projekte

An der GV der BTV griff Giancarlo Sanapo (rechts) für ein Meistertrikot und einen Torhüter-Stock tief ins Portemonnaie.An der GV der BTV griff Giancarlo Sanapo (rechts) für ein Meistertrikot und einen Torhüter-Stock tief ins Portemonnaie.© Jörg RothweilerDas Prinzip von «Saves Help», das zwischenzeitlich von mehr als 75 Profi-Torhütern – die meisten aus Hrubecs ­Heimat Tschechien, aber auch drei Goallies aus der Schweiz –
unterstützt wird, ist denkbar simpel: Für jede erfolgreiche Parade spenden die Torhüter einen Franken. So kommen jährlich mehrere Tausend Franken zusammen, die sehr ­gezielt in Projekte fliessen. «Wir bezahlen damit Hilfsmittel, ermöglichen Kindern Therapien, welche die Eltern nicht finanzieren können, leisten Unterstützung, wo sie nötig ist», sagt Hrubec. Und damit das Geld wirklich den Kindern zugutekommt, wird es immer direkt an die Leistungserbringer ausbezahlt. «So schieben wir möglichem Missbrauch ­effektiv den Riegel vor», betont der Eishockeyprofi.

Unternehmer Fabian Knecht, ebenfalls Vater von zwei ­Kindern, ist vom sozialen Engagement des ZSC-Lions-­Goallie überzeugt. Er unterstützt «Saves Help Swiss» aktiv – und bot Šimon Hrubec im Rahmen der GV der BTV eine Plattform, um für das Projekt zu werben. Dazu gehörte auch die ­spontane Versteigerung eines signierten Meistertrikots und eines Goalie-Stocks von Hrubec. Beide Memorabilien gingen für stattliche 3’000 Franken an Autowelt24-Geschäftsführer Giancarlo Sanapo, der noch am selben Abend zudem eine Mitgliedschaft bei «Saves Help Swiss» unterzeichnete.

Hoffnung auf mehr Torhüter für «Saves Help Swiss»

Šimon Hrubec freute sich unbändig: «Mit <Saves Help> gab ich 2018 meinem Leben eine neue Dimension. Mit <Saves Help Swiss> trage ich das Engagement nun auch in meine Wahlheimat Schweiz – und hoffe, dass viele weitere Schweizer Torhüter zu uns stossen. Damit jede Parade etwas zählt. Für das eigene Leben, aber vor allem auch für das anderer ­Menschen.»

Mehr Informationen finden Interessierte auf: www.saveshelpswiss.ch und www.saveshelp.com

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