Neben essenziellem Wissen über unsere Banknoten gibt es auch «Klugscheisser-Knowledge». Wir enthüllen 11 Fakten – einer mehr als üblich – zu Geldscheinen, mit denen Sie am Stammtisch punkten können (sofern Sie das wollen).
Der 1’000-Schweizer-Franken-Schein (im Bild das «Ameisli» aus der 6. Serie) ist aktuell unter allen im regulären Umlauf befindlichen Banknoten diejenige mit dem höchsten Wert (höchste Kaufkraft). Erstmals emittiert wurde eine 1’000-Franken-Note bereits anno 1907 mit der ersten Schweizer Banknotenserie.
Höherwertig sind zwar beispielsweise die 10’000-Brunei- und die 10’000-Singapur-Dollar-Note. Diese werden aber seit Jahren nicht mehr ausgegeben – haben aber weiterhin Gültigkeit.
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Der 1’000-Franken-Schein ist die weltweit wertvollste aktuell in Umlauf befindliche Banknote.
Der kleinste Geldschein in der Geschichte des Bargeldes war der von der Notenbank in Bukarest 1917 als Notwährung emittierte 10-Bani-Schein. Dieser war mit 27,5 mal 38 Millimetern so klein wie eine Briefmarke.
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Der winzige 10-Bani-Schein ist der weltweit kleinste Geldschein, den es bisher gab.
Der erste Geldschein der Welt, der chinesische Guan aus dem 14. Jahrhundert, war mit 34 mal 22 Zentimetern riesig. Mit 355 mal 215 Millimetern nahezu gleich gross war die 1998 zum 100. Jahrestag der Unabhängigkeitserklärung der Philippinen in einer Auflage von 1’000 Stück lancierte 100’000-Piso-Note. Den aktuellen Rekord markiert die malaysische 600-Ringgit-Gedenkbanknote. Sie wurde 2017 zum 60. Jahrestag der Unabhängigkeit des Landes ausgegeben und misst 370 mal 220 Millimeter.
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Die 600-Ringgit-Gedenkbanknote aus Malaysia hält aktuell den Grössenrekord aller Banknoten.
Aus Simbabwe stammt die Note mit dem höchsten Zahlenwert. Der 100-Billionen-Simbabwe-Dollar-Schein wurde 2009 als Reaktion auf die grassierende Hyperinflation emittiert. Damals kostete ein Laib Brot 300 Milliarden.
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Der 100-Trillionen-Zimbabwe-Dollar-Schein (bei uns: 100 Billionen) mit 14 Nullen.
Wie von der ersten Banknote der Welt ist auch von der «One Hundred Marks»-Note aus der ehemaligen deutschen Kolonie «Kaiser-Wilhelms-Land» in Neuguinea nur ein einziges Exemplar erhalten geblieben. Ein vollständig erhaltener Satz mit der Nummer 0001 aus dem Nachlass des verantwortlichen Beamten ist heute im Besitz der HVB Stiftung Geldscheinsammlung.
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Treasury Note über 100 Mark von 1914 aus Deutsch-Neuguinea, Australische Besatzungsmacht.
Auf den Philippinen wurden kürzlich die alten Papier-Pesos gegen Polymer-Scheine ersetzt. Diese zieren Tiermotive anstelle wichtiger historischer Persönlichkeiten. So wurden Ninoy und Cory Aquino, zentrale Figuren beim Sturz der Marcos-Diktatur, durch Hirsche ersetzt – und das unter der Präsidentschaft von Ferdinand Marcos Jr., dem Sohn von Diktator Marcos.
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Topmodern und sehr sicher: 500-Peso-Note der 2025 lancierten Banknotenserie der Philippinen.
Druckereien der Europäischen Zentralbank produzieren regelmässig 0-Euro-Scheine – als Souvenirs. Es gibt sie mit diversen Motiven wie dem Kieler Matrosenaufstand, dem Alpenzoo Innsbruck, dem Kölner Dom oder vom Fussballclub MSV Duisburg. Für Letzteren bezahlten Fans bei Online-Auktionen bereits bis zu 900 Euro.
Auch in der Schweiz gibt es «0-Euro-Souvenir-Noten» – und zwar in vielfältiger Ausführung. Sie tragen prominent die Schweizer Landesflagge, haben einen Sicherheitsfaden und zeigen bekannte Sehenswürdigkeiten wie Gruyère, das Musée International d’Horlogerie oder auch den Rheinfall. Im Internet werden die Souvenirnoten zu Preisen ab etwa 10 (echten) Euro angeboten.
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0-Euro-Souvenir-Noten der Europäischen Zentralbank gibt es auch mit Schweizer Motiven.
Die Niederländer schwörten bis zur Einführung des Euro auf ungewöhnliche, teils sogar halbe Nominalwerte von Banknoten. 250-Gulden-Scheine waren einst ebenso selbstverständlich wie 25-Gulden-Noten. Sogar eine Banknote im Nominal von 2 ½ Gulden gab es. Diese wurde zunächst von den Niederländischen Antillen emittiert, aber auch in Suriname und im Mutterland Niederlande selbst verwendet – bis in die Mitte der 1960er-Jahre hinein.
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Die letzte 250-Gulden-Banknote der Niederlande, ehe der Euro eingeführt wurde.
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2 1/2 Gulden Banknote
Jedes Jahr kürt die International Bank Note Society (IBNS) die schönsten Banknoten der Welt. 2024 gewann die 2-Dollar-Note aus Polymer der Bermuda Monetary Authority den Preis vor der 100-Apsar-Sammlerbanknote der Bank von Abchasien und der chinesischen 20-Yuan-Polymer-Gedenkbanknote zum Jahr des Drachen.
Die Schweizerische Nationalbank gewann im Jahr 2016 mit dem 50-Franken-Schein – und doppelte 2017 mit dem Sieg des 10-Franken-Scheins gleich nach.
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Die schönste Banknote der Welt des Jahres 2024: die 2-Dollar-Note der Bermuda Monetary Authority.
Die Mongolei lanciert zum Jahr der Schlange 2025 eine Rarität: Sie ergänzt ihre bestehende «Lunar»-Serie um eine in einer Auflage von nur 5’000 Stück produzierten «Silberbanknote» mit einer Nomination von 100 Togrogs. Die Note hat ein Feingewicht von 5 Gramm und besteht aus reinem Silber mit einer Feinheit von 999/1’000. Die 150 mal 70 Millimeter messende Note wird von der renommierten Prägeanstalt B.H. Mayer in Deutschland hergestellt und von der Mongolei ausgegeben.
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ie aus 999er-Feinsilber hergestellte 100-Togrogs-Note aus der «Lunar»-Serie der Mongolei.
Während des amerikanischen Bürgerkriegs (1860–1865) benötigte der Staat Papiergeld mit Zwangskurs – zur Deckung der Kriegskosten. Mit Gesetz vom 25. Februar 1862, der sogenannten «Legal Tender Bill», wurden die «United States Notes» oder «Legal Tender Notes» eingeführt. Alle seit 1861 herausgegebenen Noten sind auch heute noch gültig und können als Zahlungsmittel verwendet werden.
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Diese 1-Dollar-Note von 1862 ist bis heute gültig und muss als Zahlungsmittel anerkannt werden.

Enforce Tac 2026: Deutschlands Leitmesse stärkt den europäischen Sicherheitsdialog
Vom 23. bis 25. Februar 2026 bringt die Enforce Tac unter der Schirmherrschaft von Bundeskanzler Friedrich Merz in Nürnberg führende Vertreter und Anwender aus Politik, Militär, Polizei und Sicherheitsbehörden gemeinsam mit der Industrie zusammen. Unter dem Leitthema „Vernetzte Sicherheit“ bietet die zulassungsbeschränkte Leitmesse ein geschütztes Umfeld für den Austausch über innovative Lösungen und gemeinsame Verantwortung für Europas Sicherheit. Mit über 1.000 internationalen Ausstellern auf über 60.000 Quadratmetern in sieben Hallen ist die deutsche Leitmesse für Sicherheit und Verteidigung Europas zentrale Plattform für sicherheitsrelevante Technologien und strategischen Dialog. Die neue Veranstaltungsleiterin Jasmin Rutka betont die Rolle der deutschen Leitmesse als wichtigen Impulsgeber für den europäischen Sicherheitsdialog.
Vernetzte Sicherheit als Leitgedanke
Im Zentrum der neuen Positionierung steht das Leitthema „Vernetzte Sicherheit“. Die Enforce Tac versteht sich als innovative Plattform für den Dialog und die Zusammenarbeit zwischen führenden Akteuren der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie. Ziel ist es, durch partnerschaftliche Kooperation und visionäre Impulse das Vertrauen zu schaffen, das für nachhaltige und zukunftsorientierte Schutzlösungen unerlässlich ist. „Die Enforce Tac steht für den strategischen Austausch auf höchstem Niveau. Unser Ziel ist es, eine Plattform zu schaffen, die Innovationen fördert und den Dialog zwischen allen sicherheitsrelevanten Akteuren stärkt, vom Anwender bis hin zur Behörde“, erklärt Jasmin Rutka.
Vielfältiges Rahmenprogramm mit neuen Impulsen
Mit einem hochkarätigen Rahmenprogramm und exklusiven Formaten unterstreicht die Enforce Tac ihre Rolle als zentrale europäische Plattform für sicherheitsrelevante Themen:
Enforce Tac Conference: Schlüsseltechnologien im europäischen Schulterschluss
Erstmals ergänzt die Enforce Tac ihr Messeprofil um eine hochkarätige Konferenz, die sich ganz der Zukunft der Sicherheitselektronik widmet. Die Elektronikindustrie bildet mit ihrem Innovationspotenzial das Rückgrat moderner Sicherheits- und Verteidigungstechnologien – die Konferenz schafft eine exklusive Plattform für den interdisziplinären Austausch über aktuelle Entwicklungen und technologische Trends. Experten aus Industrie, Forschung und Verwaltung diskutieren wegweisende Lösungen in Bereichen wie Komponenten- und Subsystementwicklung, Sensorik, Kommunikationstechnik und weiteren Schlüsseltechnologien, die Europas Sicherheitsinfrastruktur nachhaltig prägen.
Weiter Infos unter: www.enforcetac.com/de-de/programm/konferenz
Ammo Symposium: Strategien für eine resiliente Munitionsversorgung
Die Initiative der Enforce Tac und der RWS GmbH schafft auch in 2026 ein exklusives Forum für den sicherheitspolitischen Dialog zur Zukunft der Munitionsproduktion und -beschaffung. Angesichts geopolitischer Spannungen und wachsender Bedarfe stehen innovative Ansätze für eine widerstandsfähige Versorgung im Mittelpunkt - mit dem Ziel, langfristig stabile und belastbare Lieferketten für Europa und die NATO zu sichern. „Innovation ist der Schlüssel zu einer zukunftssicheren Munitionsproduktion. Wir müssen Technologie, Qualität und Geschwindigkeit neu denken, um den steigenden Anforderungen gerecht zu werden“, betont Dirk Prehn, General Manager der RWS GmbH. Führende internationale Fachleute und Entscheidungsträger aus Politik, Militär sowie Industrie diskutieren aktuelle geostrategische Entwicklungen, planerische Überlegungen und grenzüberschreitende Kooperationsmodelle, die zur strategischen Autonomie und Versorgungssicherheit beitragen.
Dieses Event ist registrierungspflichtig: rws.click/AmmoSymposium2026
Armored Forces Area: Einsatztechnik im Dienst europäischer Sicherheit
Die Sonderschau präsentiert militärisches Großgerät, modernste Fahrzeuge, großformatige Waffensysteme und einsatzrelevante Technologien. Sie bietet einen einzigartigen Einblick in die neuesten Entwicklungen militärischer Technik und schafft Raum für gezielten Austausch zu innovativen Missionslösungen. Mit dabei sind zentrale Akteure der Branche wie Rheinmetall, KNDS und Diehl Defence, die ihre neuesten Systeme und Konzepte für den Einsatz im europäischen Sicherheitskontext vorstellen.
Enforce Tac Village: Technologie im Verbund erleben
In der neuen Location, der Frankenhalle, können Besucher Live-Demonstrationen von führenden Herstellern erleben. In realistischen Szenarien zeigen Unternehmen, wie ihre Technologien in komplexen Einsatzumgebungen angewandt werden können, um die vernetzte Sicherheit zu stärken. Mit der Frankenhalle erhält das Enforce Tac Village 2026 eine neue, großzügige Bühne für Live-Demonstrationen und praxisnahe Einsatzszenarien. Hier zeigen führende Hersteller ihre Systeme unter realistischen Bedingungen, von Kommunikation und Aufklärung bis hin zu taktischer Mobilität. Das Format schafft einen einzigartigen Mehrwert: Technologien werden im Verbund demonstriert, Einsatzfähigkeit kann direkt überprüft werden, und der Dialog zwischen Anwendern und Entwicklern wird gezielt vertieft. So wird das Enforce Tac Village zum zentralen Ort, an dem sich Innovation, Anwendung und Vernetzung unmittelbar verbinden.
German-Nordic Defence Dialogue: Partnerschaft für europäische Resilienz
Ein besonderes Highlight der Enforce Tac 2026 der German-Nordic Defence Industry Dialogue. Die Initiative bringt führende Vertreter der deutschen und nordischen Verteidigungsindustrie, Ministerien und Forschungseinrichtungen zusammen, um gemeinsame Strategien für die Entwicklung schnellerer und wirksamerer militärischer Fähigkeiten zu diskutieren. Im Fokus stehen der vertiefte sicherheitspolitische Austausch, die Förderung technologischer Kooperationen und die beschleunigte Umsetzung innovativer Lösungen – mit dem Ziel, Europas Verteidigungsfähigkeit nachhaltig zu stärken und Synergien im europäischen Norden gezielt zu nutzen.
Internationale Startup-Area: Innovationen für die Sicherheit und Verteidigung von morgen
Mit der Internationalen Startup-Area bietet die Enforce Tac 2026 jungen Unternehmen aus dem Bereich Sicherheits- und Verteidigungstechnologie eine exklusive Bühne. Die Plattform ermöglicht es internationalen Startups, ihre wegweisenden Lösungen einem hochkarätigen Fachpublikum zu präsentieren und sich gezielt mit Industrie, Behörden und Forschungseinrichtungen zu vernetzen. Ziel der Initiative ist es, Innovationen frühzeitig sichtbar zu machen, Kooperationen zu fördern und neue Impulse für die Weiterentwicklung europäischer Sicherheitsstrukturen zu setzen. Ergänzt wird das Angebot durch die Innovation Stage – ein spezielles Programmformat, das jungen Unternehmen zusätzliche Sichtbarkeit und Austauschmöglichkeiten bietet.
Politische Relevanz und europäische Verantwortung
Die Schirmherrschaft von Bundeskanzler Friedrich Merz unterstreicht die Relevanz der Messe als Plattform für sicherheits- und verteidigungsrelevante Dialoge. Die Enforce Tac 2026 stellt den Schutz Europas und die gemeinsame Verantwortung für kommende Generationen in den Mittelpunkt. Die Leitmesse fördert den internationalen Dialog und schafft Vertrauen in innovative Sicherheitslösungen. Mit ihrer neuen Positionierung als zentrale europäische Plattform für dialogorientierte Sicherheit und Fortschritt lädt die Enforce Tac führende Persönlichkeiten aus Politik, Militär, Polizei und Sicherheitsbehörden ein, gemeinsam mit der Industrie zusammen die Zukunft der europäischen Sicherheitslandschaft aktiv mitzugestalten.
Weitere Infos zum Rahmenprogramm unter:
www.enforcetac.com/de-de/programm
Für weitere Informationen besuchen Sie bitte unsere Webseite unter: www.enforcetac.com
Achtung: Nur für Angehörige der Streitkräfte sowie von Behörden und Organisationen mit polizeilichen oder militärischen Sicherheitsaufgaben.
Ansprechpartner für Presse und Medien
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Vor 200 Jahren gab die «Deposito-Cassa» der Stadt Bern zur Sanierung des Staatshaushalts die ersten Banknoten im Wert von 500 Franken aus. Seither sind Geldscheine aus dem Alltag von Herr und Frau Schweizer nicht mehr wegzudenken. Ein Ausflug in die Geschichte.
Während die Chinesen schon im 13. Jahrhundert Papiergeld verwendeten, kamen in Europa erst im 17. Jahrhundert die ersten Banknoten in Umlauf – zuerst in Schweden, dann in England und ab dem 18. Jahrhundert auch in den westeuropäischen Ländern und deren Kolonien. In der Schweiz verhinderte zunächst die Vielzahl der Staatswesen und die damit einhergehende Währungsvielfalt das Aufkommen von Banknoten. Doch im 19. Jahrhundert erlebte das Bankenwesen im Folgewasser der Industrialisierung starkes Wachstum – und so begannen auch hierzulande Banken mit der Herstellung von Papiergeld. Dieses war damals aber noch kein eigentliches Zahlungsmittel, sondern eher eine schriftliche Verpflichtung der Banken, bei Vorlage eines Geldscheins dem Inhaber die auf dem Schein angegebene Summe auf Sicht in Münzgeld auszuzahlen.
Das bescherte dem Papiergeld etliche Nachteile. Da sich die Emittenten mit der Ausgabe von Banknoten quasi Kredit verschafften, wobei das Emissionsvolumen die Deckung in Edelmetallen meist überstieg, war das Risiko für die Benutzer ebenso eindeutig wie die stete Inflationsgefahr. Dennoch blieben die 1825 emittierten 500-Franken-Scheine der «Deposito-Cassa» der Stadt Bern nicht das einzige Papiergeld der Schweiz, wie sich im Historischen Lexikon der Schweiz nachlesen lässt. 1836 folgten die Bank in Zürich, 1837 die Bank in St. Gallen, 1844 die Bank in Basel sowie 1845 die Banque du Commerce in Genf und die Waadtländer Kantonalbank dem Beispiel der Berner Bank. Neben diesen kantonalen Banken lancierten ab den 1840er-Jahren auch einige private Banken eigene Banknoten. So gab es landesweit letztlich etwa 60 individuelle Banknoten diverser Banken.
Bei allen Umständen, die das Papiergeld damals insbesondere aufgrund seiner begrenzten Einsetzbarkeit, mangelhafter Sicherheit und bescheidener Haltbarkeit noch bescherte, erleichterte es doch zwei Dinge: den Grosshandel und den Geldtransport. Und natürlich steigerte es aufgrund seines Kreditcharakters die Liquidität der Banken.
Mit der Einführung des Schweizer Frankens anno 1851/1852 mussten die herausgebenden Banken ihre Geldnoten, die zuvor nicht selten in Talern, Gulden oder anderen Einheiten galten, vereinheitlichen. Davon unberührt blieb die Souveränität der kantonalen Banken, eigene Banknoten in individueller Stückelung, Gestaltung und Qualität zu emittieren, unangetastet. Die Freiheit bezog sich überdies – für die Banken so wichtig wie für die Kunden riskant – auf die Notendeckung. Dies ungeachtet der Tatsache, dass einige Kantone bereits ab Ende der 1840er Vorschriften zu Deckungsverhältnis und teils auch zum Ausgabevolumen erlassen hatten.
Je grösser die Diversifizierung wurde, desto mehr Banken erkannten aber auch, dass die Vielfalt an Banknoten ihnen allen Probleme bescherte. Zudem verstärkte die durch den Deutsch-Französischen Krieg (1870/71) provozierte Währungskrise die staatlichen Lenkungsbestrebungen. Andererseits nahm gerade in der Krise das Misstrauen gegen die Banknoten ab – aus der Not heraus, da Goldmünzen plötzlich gehortet wurden und Geldscheine zur willkommenen Möglichkeit wurden, grössere Geldgeschäfte speditiv abzuwickeln.
Nach Revision der Bundesverfassung von 1874 versuchte der Bundesrat, gestützt auf die ihm in Art. 39 BV zugeteilte Befugnis, ein Bundesgesetz über die Ausgabe und Einlösung von Banknoten zu erlassen. 1876 scheiterte das Ansinnen, doch 1881 wurde das Gesetz Realität. Dieses vereinheitlichte und beschränkte sodann die Stückelung der Banknoten auf Nominalwerte von 50, 100, 500 und 1000 Franken. Zugleich wurden die Formate und die Texte der Banknoten vereinheitlicht. Überdies wurden die Notenbanken einer gewissen staatlichen Kontrolle unterstellt, was das Risiko von Missbrauch und Nichterfüllung der Einlösepflicht minderte – und entsprechend das Vertrauen der Massen in die Banknoten weiter stärkte.
1891 sicherte sich der Bund durch eine neuerliche Revision von Artikel 39 BV das alleinige Banknotenmonopol. Zugleich wurde definiert, dass der Bund sein Recht zur Ausgabe von Banknoten einer Zentralbank übertragen kann. Damit konnte der Bund erstmalig die Geldmengen abhängig von der Nachfrage nach Banknoten steuern, also eine effektive geld- und Währungspolitik betreiben.
Dennoch dauerte es noch bis 1907, ehe das Banknotenmonopol des Bundes mit der Gründung der Schweizerischen Nationalbank (SNB) Realität wurde. Allerdings musste diese zunächst mit Interimsbanknoten arbeiten, da es dem Bund in all den vorangegangenen Jahren nicht in den Sinn gekommen war, die zur Eröffnung der SNB benötigten Banknoten zu gestalten und produzieren zu lassen. So wurden als «1. Serie» kurzerhand Interimsnoten anhand des Bildmusters der früheren Emissionsbanken gedruckt – ergänzt um eine überdruckte rote Rosette mit Schweizerkreuz. Die Kupferplatten für die Noten lieferte die Londoner Bradbury Wilkinson Ltd., Buchdruck und Nummerierung leistete die Berner Stämpfli & Co. und der Kupferdruck wurde in Einsiedeln vorgenommen, durch die Firma Benziger & Co.
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Frontseite der 50er-Note der 1. Serie von 1907.
So dauerte es nochmals vier Jahre, ehe anno 1911 – zwei Jahrzehnte nachdem der Bund sich das Banknotenmonopol gesichert hatte – die erste Serie von landesweit einheitlichen Schweizer-Franken-Noten emittiert wurde.
Gestaltet wurden die Noten von Ferdinand Hodler und Eugène Burnand, weshalb sie mit so bekannten Motiven wie «Holzfäller» und «Stickerinnen» aufwarteten. Die Stückelung der ersten Serie war sehenswert, denn sie beinhaltete neben den von Hodler und Burnand designten 50er-, 100er, 500er- und 1’000er-Scheinen, die allesamt bei Waterlow in London produziert wurden, auch solche mit Werten von
5, 10, 20 und 40 Franken. Der Grund: Die 5-Franken-Note sollte im Krisenfall die damals noch silberne 5-Franken-Münze ersetzen, die während einer schweren Krise sicher stark gehortet werden würde.
Gestaltet wurde der 5-Franken-Schein ebenso wie die 20er- und die 40er-Note von einem gewissen Herrn Balzer – Mitarbeiter bei Orell Füssli in Zürich, wo die drei Noten auch produziert wurden. Abweichend hiervon wurde die 10-Franken-Note von Gabriel Lory (fils) und Friedrich Moritz gestaltet und bei Waterlow in London gedruckt.
So wenig der Bund und die SNB also bei Gestaltung und Produktion eine klare Linie verfolgten, so wenig taten sie es auch bei der Emission der Noten. Die 10-Franken- und 40-Franken-Noten wurden niemals ausgegeben, der 20er-Schein wurde schon 1935 zurückgerufen und der 5-Franken-Schein blieb bis 1980 in Umlauf, als die Menschen schon die sechste Banknotenserie in ihren Portemonnaies hatten.
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Die 5er-Note der zweiten Serie von 1911 mit dem Porträt von Wilhelm Tell blieb 70 Jahre im Umlauf.
Zwischen 1918 und 1930 wurden drei 20-Franken-Scheine und zwei 100-Franken-Scheine als «Kriegsnoten» entworfen und teils auch ausgegeben. Von den beiden 100er-Noten, beide entworfen und produziert bei Orell Füssli, wurde nur eine emittiert. Die andere diente als Reservenote. Von den drei 20-Franken-Banknoten wurde ebenfalls nur eine Variante in Umlauf gebracht.
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Diese 100er-Note der dritten Serie von 1918 wurde emittiert, 1925 zurückgerufen und 1945 für wertlos erklärt.
Mitten im Zweiten Weltkrieg erteilte die SNB den beiden Malern Victor Surbek und Hans Erni den Auftrag, neue Noten in der Stückelung 50, 100, 500 und 1’000 Franken zu gestalten. Allerdings wurden nur die 1’000er-, die 100er- und die 50er-Noten von Orell Füssli gedruckt. Bei der 500er-Note wurde nur ein Probeabzug erstellt – und keine der Noten wurde jemals in Umlauf gesetzt.
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Diese 1’000er-Note der vierten Serie von 1938 wurde von Hans Erni gestaltet, tatsächlich produziert, aber nie emittiert.
Von der fünften Banknotenserie der SNB wurden wiederum die vier Standard-Stückelungen 1’000, 500, 100 und 50 produziert. Diese wurden von Pierre Gauchat gestaltet und bilden – erstmals in der Schweizer Banknotengeschichte – eine thematische und formale Einheit, indem das Porträt der Vorderseite jeweils mit dem Sujet der Rückseite inhaltlich korrespondierte. Die Noten wurden bei Waterlow und De La Rue in London gedruckt und kamen alle am selben Tag, dem 14. Juni 1957, in Umlauf.
Bereits im Jahr davor (1956) wurden eine neue 20-Franken-Note sowie – erstmals in der Geschichte – auch eine 10er-Note ausgegeben. Beide Noten wurden von Hermann Eidenbenz designt und bei Orell Füssli in Zürich produziert.
Die sechs Noten blieben bis 30. April 1980 in Umlauf und wurden – zusammen mit der 5-Franken-Note der Notenserie von 1911 – am 1. Mai 1980 zurückgerufen. Wertlos wurden alle sieben Noten aber erst am 1. Mai 2000.
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Die 10er-Note der fünften Serie von 1956 zeigte Gottfried Keller und auf der Rückseite eine Nelkenwurz. Sie wurde erst im Jahr 2000 wertlos.
Ende der 1960er-Jahre entschied die SNB, neue Banknoten künftig in Eigenregie zu realisieren – in Kooperation mit Künstlern, Druckern sowie Herstellern von Papier, Farben und Druckmaschinen. Zudem wurde das Konzept der formalen Einheit eines Themas für alle Banknoten auf alle Stückelungen ausgedehnt. Die Notenserie mit dem berühmten «Ameisli»-Schein (1’000er-Note) wurde von Ernst und Ursula Hiestand gestaltet. Gedruckt wurden erstmals alle Noten bei Orell Füssli in Zürich. Die Ausgabe der Noten erfolgte gestaffelt von Herbst 1976 bis Herbst 1979. Die Banknoten wurden per 1. Mai 2000 zurückgerufen. Sie sind keine offiziellen Zahlungsmittel mehr, können aber bei der SNB unbeschränkt zum Nennwert umgetauscht werden.
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Das berühmte «Ameisli»: Der 1’000-Franken-Schein der sechsten Serie von 1976 wurde ab April 1978 emittiert.
Wie schon 1938 wurde 1984 eine komplette Banknotenserie für die Schublade produziert. Die sechs Noten stammten aus den Federn von Roger und Elisabeth Pfund, die den Wettbewerb für die sechste Serie gewonnen hatten, jedoch letztlich nicht zum Zug kamen. Die nie emittierte siebte Serie war zugleich die letzte Reserveserie.
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Die 500er-Note der siebte Serie von 1984 mit dem Porträt des Schweizer Mediziners und Universalgelehrten Albrecht von Haller.
Bei der Auswahl der auf den Banknoten abgebildeten Persönlichkeiten und ihrer Werke berücksichtigte die SNB multidisziplinäre Kunstrichtungen wie Architektur, Musik, darstellende Kunst sowie Literatur. Zudem trug sie der Sprach- und Kulturvielfalt der Schweiz Rechnung. Technologisch waren die Noten ebenfalls wegweisend. Statt versteckterwurde transparente Sicherheitsmerkmale integriert – unter anderem Irodin®-Ziffer, Mikrotext, Mikroperforierung, die mit Optically Variable Ink (OVI) gedruckte «Chamäleonzahl», UV-Merkmale und das Durchsichtsregister. Ein weiteres Novum der von Jörg Zintzmeyer entworfenen Serie waren tastbare Prägezeichen für Blinde und Sehbehinderte sowie maschinenlesbare Formate: Alle Noten dieser Serie hatten eine identische Breite (74 mm) bei variablen Längen (126 bis 181 mm).
Ungeachtet aller neuen Sicherheitsmerkmale war es diese Serie, die von einem grösseren Fälschungsskandal betroffen war: Rund 1’800 noch nicht ganz fertiggestellte Noten wurden während des Produktionsprozesses bei Orell Füssli entwendet. Da diese noch nicht alle Fertigungsstufen durchlaufen hatten, fehlten Seriennummern oder wurden nachträglich aufgedruckt. Auch die Mikroperforation war bei den unfertigen Banknoten nicht vorhanden oder manipuliert. Personen, die Blüten erhalten hatten, konnten diese bei der SNB umtauschen. Den Schaden trug Orell Füssli. Aufgefunden wurden von den entwendeten Scheinen letztlich nur wenige Dutzend.
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Die 10er-Note der achten Serie von 1995 polarisierte aufgrund ihrer kanariengelben Grundfärbung.
Aktuell gültige Zahlungsmittel sind die sechs von Manuela Pfrunder gestalteten, bei Orell Füssli gedruckten und von April 2016 bis September 2019 schrittweise emittierten Banknoten der neunten Serie. Sie sind schmäler und kleiner als die vorherigen Noten – und noch sicherer.
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Die aktuelle 100er-Note wurde erst am 12. September 2019 in Umlauf gebracht – als letzte Note der neunten Serie von 2016.
Mehr zu den Sicherheitsmerkmalen der aktuellen Schweizer Geldscheine lesen Sie in einer gesonderten Geschichte zum 200-Jahr-Jubiläum der Schweizer Banknoten – im Magazin BLAULICHT, Ausgabe 3 des Jahrgangs 2025.
Vertiefendes Wissen zu den bisherigen, aktuellen und künftigen Schweizer Banknoten sowie den Geldmünzen der Schweiz – inklusive zahlreicher Bilder – finden Interessierte unter der Rubrik «Bargeld» auf der Website der SNB
www.snb.ch – in deutscher, französischer, italienischer und englischer Sprache.
Nach der erfolgreichen Premiere vor einem Jahr geht die grösste, nationale Töff-Leitmesse motofestival vom 29. Februar bis 3. März 2024 in den Hallen der BERNEXPO in die zweite Runde. Zum Startschuss für die neu beginnende Töff-Saison wird umfassend das aktuelle Motorrad-, Roller- und Zubehörangebot inklusive der Neuheiten für 2024 gezeigt. Im Rahmen des grössten schweizweiten Events für motorisierte Zweiräder bieten spektakuläre Sonder- und Actionshows, eine vielfältige Auswahl an Street-Food und mitreissende Konzerte eine aufregende Atmosphäre und erstklassige Unterhaltung.
Die Mehrheit der marktrelevanten Brands wird vom 29. Februar bis 3. März 2024 in Bern vertreten sein, darunter unter anderem BMW, Ducati, Honda, Indian Motorcycles, Kawasaki und Suzuki.
Natürlich wird den Besuchenden am zweiten motofestival ein attraktives Rahmenprogramm geboten. Neu wird indoor eine spektakuläre Offroadstrecke aufgebaut, auf welcher täglich und wetterunabhängig ausserordentliche Rennen und Shows ausgetragen werden. Mindestens so atemberaubend werden die Crazy Nock Brothers auf ihren Motorrädern kreuz und quer durch ihre Stahlkugel fahren.
Dazu werden diverse Sondershows, darunter mächtige V8-Bike-Umbauten von BossHoss und eine Esports-Zone, das Publikum in ihren Bann ziehen. Viele renommierte Stars – darunter Dominique Aegerter, die Phommara-Brüder Lenoxx und Levin sowie Marcel Brenner – aus der Rennszene und Berühmtheiten aus anderen Sportbereichen werden ebenfalls vor Ort sein.
Bei publikumsoffenen Podiumsdiskussionen werden ausgewiesene Persönlichkeiten und Fachleute Einblicke zu aktuellen Themen wie dem Einzug des Elektro-Zeitalters in der Zweiradbranche, zur Lärmproblematik und zur allgemeinen Verkehrspolitik geben.
Das attraktive Foodfestival wird beim zweiten motofestival vom Actionbereich getrennt und neu im Aussenbereich aufgebaut. Damit ist eine noch grössere Vielfalt an Speisen möglich. Zudem gibt es nicht nur am Samstag-, sondern bereits am Freitagabend musikalische Unterhaltung und Partystimmung – auch für das junge Publikum. Die national bekannten Berner Morgenshowmoderatoren und Podcast-Stars Moser & Schelker werden am Freitag ab 21 Uhr bis Mitternacht mit Musik und coolen Sprüchen das Publikum unterhalten, am samstäglichen Rock-Abend ab 19 Uhr werden Rock out, Shakra und DJ Cruze den Fans kräftig einheizen.
Die Tageskarte für Erwachsene gibt es im Online-Vorverkauf für 19 Franken, Familien mit bis zu drei Kindern zahlen 40 Franken. Wer mit dem ÖV ans motofestival auf dem BERNEXPO-Areal – direkt gegenüber dem Wankdorfstadion – reist, erhält neu 30% Ermässigung auf das Eintrittsticket statt wie bisher 20%.
Für Fragen steht zur Verfügung:
Markus Lehner, Medienbetreuung
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+41 79 632 26 91
Pressebilder & Akkreditierung: https://motofestival.ch/medien